25. März 2011 · 12:03 Uhr
Die Leipziger Buchmesse 2011 stand vor der Tür, was für 18 BIM- Studenten und einen MUI-Studenten bedeutete, am letzten Semesterferien-Freitag sehr früh aufzustehen. Trotz dieses Umstandes kamen wir am Mittag gut gelaunt in unserer Pension an.
Die Pensionsleiterin begrüßte uns mit folgenden Worten: “Hier sind alle Zimmer frei, suchen Sie sich irgend eins aus. Wenn Sie noch was brauchen, sagen Sie es einfach. Getränke stellen wir Ihnen unten hin, können Sie sich nehmen. Schauen Sie sich Leipzig so lange an, wie sie wollen. Wenn Sie zurückkommen, rufen Sie uns an, dass wir Sie rein lassen, denn nachts schließen wir das Tor ab und der Wachhund würde Sie sowieso nicht rein lassen. Sie können auch anrufen, dass mein Mann Sie vom Bahnhof abholt, wenn einer von Ihnen fußkrank ist oder sich eine Blase gelaufen hat. Morgen früh rechne ich für jeden von Ihnen drei Brötchen, was sie morgens nicht essen, können Sie sich einpacken und mitnehmen, auf der Messe ist ja alles so teuer. Mein Mann fährt Ihr Gepäck morgen zum Bahnhof, dann müssen Sie es nicht über die Messe schleppen, alles kein Problem …” Daraufhin eine Kommilitonin: “Darf ich Sie umarmen?” Alle lachten.
Nachdem die Zimmer belegt wurden, zogen wir in kleinen Gruppen los, um uns Leipzig anzuschauen.
In einer Buchhandlung vom Club Bertelsmann hatte sich eine lange Schlange gebildet, wo Simon Beckett eine Signierstunde geben sollte. Somit kamen drei unserer Gruppe glücklich mit signierten Büchern und Fotos aus der Buchhandlung wieder heraus.

Und schon ging es weiter zu dem nächsten Event. Gerd Ruebenstrunk und Wolfgang Hohlbein sollten eine Lesung auf dem Friedhof halten. Zwar nicht auf den Grabsteinen sitzend, bei Nebel und mit Plastikhänden, die auf die Gräber gesteckt waren, doch trotzdem mit einem gewissen Flair in der Kapelle bei gedimmten Licht. Gerd Ruebenstrunk las aus “Das Wörterbuch des Viktor Vau” vor. Herr Ruebenstrunk hat ordentlich Gehirnschmalz in dieses Werk gesteckt, was man an den kleinen Anekdoten über künstliche Sprachen merkte. Nach Ruebenstrunk las Wolfgang Hohlbein den Anfang von “Infinity” vor. Als wir dann auch hier Autogramme eingeheimst hatten, ging es wieder zur Pension, um sich für den folgenden Tag auszuruhen.
Auf dem Weg zur Buchmesse begegneten uns die ersten Cosplayer, die sich anhäuften bis sie in den Messehallen das Bild beherrschten und man nirgendwo hinschauen konnte, ohne einen zu sehen. Bekannte Animefiguren waren darunter aus Sailor Moon, Pokémon, Naruto und vielen weiteren, die wir oft nicht zuordnen konnten, aber alle Eindruck machten. Bunte Perücken, Rüschenkleidern, gigantische Waffen, Fell und Flügel strichen pausenlos an uns vorbei. Wir wussten gar nicht, wo wir die Kamera zuerst hinhalten sollten.

Der Tag auf der Buchmesse war beherrscht von Gedränge und trotzdem hat er uns alle begeistert. So traf man auf neue interessante Lektüren; Autoren, die gerne Rede und Antwort standen; Studenten, die mit ihrem Poetry Slam über Medien von Heute begeisterten und alte Freunde, die auch die Buchmesse besuchten.
Ein Wochenende auf der Leipziger Buchmesse steckt an und man möchte sich sofort für die nächste Buchmesse anmelden. Für Studenten unseres Studiengangs ist die Buchmesse eine gute Gelegenheit seinen Horziont zu erweitern und dabei eine Menge Spaß zu haben.

Text & Fotos: Annika Eissing und Anika Westburg